ModellflugSegelflugMotorflugJugendgruppeFlugzeugeFliegerheim

Segelflug und Motorsegelflug Segelflugausbildung Segelflugplatz

Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer (GPL):

Voraussetzungen für den Beginn der Segelflug-Ausbildung:
  • Mindestalter Segelflug: 14 Jahre (Lizenzerhalt frühestens mit 16 Jahren)
  • Mindestalter Motorsegler und Motorflug: 16 Jahre (Lizenzerhalt mit 17 Jahren)
  • Flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2
  • Erklärung über schwebende Strafverfahren
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • Auszug aus dem Verkehrszentralregister
  • bei Minderjährigen das Einverständnis beider Erziehungsberechtigten
  • Verzichtserklärung gegenüber dem Verein
  • Beitritt als aktives Mitglied im LSV Velbert e.V.

 
Zu den fachlichen Voraussetzungen für den Erwerb der Erlaubnis gehören:
  • die theoretische Ausbildung
  • die praktische Segelflugausbildung
  • die Berechtigung zur Ausübung des Sprechfunkdienstes
  • die erfolgreiche Teilnahme an einer Unterweisung in Sofortmassnahmen am Unfallort

 
Die theoretische Ausbildung umfasst insgesamt acht verschiedene Fächer (inklusive Flugfunk) und endet mit einer Prüfung bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Die praktische Segelflug-Ausbildung umfasst mindestens 25 Flugstunden, davon 15 Stunden Alleinflug auf verschiedenen Flugzeugmustern. Die vollständige Segelflugausbildung wird mit einer praktischen Prüfung abgeschlossen und dauert je nach Engagement des Flugschülers ca. 2 Jahre.
 
Die Kosten für eine Segelflugausbildung im Luftsportverein Velbert sind im Vergleich zu professionellen Flugschulen sehr günstig, da die Mitglieder ehrenamtlich tätig sind und somit keine Personalkosten anfallen. So fallen für einen Flugschüler (noch nicht das 17. Lebensjahr vollendet) im Jahr lediglich ca. 600.-€ an. Die ersten 80 Starts und 20 Flugstunden sind darin bereits enthalten.
 
Interesse, dieses faszinierende Hobby näher kennen zu lernen ?? dann lesen Sie weiter ...
 

Lernen Sie Segelfliegen !

Unser Sport ist sehr vielfältig! Vom Spitzensport der Superpiloten über den Breitensport bis zum reinen Erholungssport reicht die Skala im Bereich des Segelfluges. Schon mit 14 Jahren kann die Ausbildung begonnen werden, mit 16 schon kann man die Pilotenlizenz in den Händen halten und noch weit über die 60 Jahre hinaus bei guter Gesundheit fliegen. Natürlich sind für diese Sportart Frauen ebenso geeignet wie Männer! Schon beinahe 10% aller aktiven Piloten sind Mädchen und Frauen.
 
Eine wichtige Bedingung müssen allerdings alle erfüllen, die segelfliegen erlernen möchten: die Bereitschaft, in der Gemeinschaft mitzuarbeiten und sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Segelfliegen ist ein typischer Gemeinschaftssport! Natürlich entstehen Kosten durch die Ausbildung und durch das Fliegen, sie sind aber erschwinglich und zum Teil durch persönliche Arbeitsleistung zu vermindern. Etwa 30% aller Segelflieger sind Jugendliche wie Schüler, Lehrlinge und Studenten.
 
Unser Verein bietet Ihnen Gelegenheit einen Teil Ihrer Freizeit in unserem Kreis zu verbringen. Wenn Sie das Ziel haben, Segelfliegen zu lernen, werden wir Ihnen dabei den rechten Weg zeigen und Sie dabei unterstützen. Wir stellen Ihnen unsere Einrichtungen und Geräte, unsere Fluglehrer und unsere Erfahrung zur Verfügung. Sie müssen nur mitmachen und sich in unserer Gruppe mit Engagement einfügen.
 
Vielleicht wollen Sie sich zunächst nur einmal informieren und sich ein Bild von dem Ablauf eines Flugbetriebstages machen - bitte - Sie sind herzlich eingeladen. Wir treffen uns jeden Freitagabend gegen 20:00 Uhr in unserem Fliegerheim an der Birkenstraße. Unsere Fluglehrer und Piloten geben Ihnen gerne nähere Auskünfte und vielleicht haben Sie sogar Lust auf einen ersten Schnupperflug auf unserem „Heimatflugplatz“ in Dorsten.
 
Dorsten liegt am nördlichen Rand des Ruhrgebiets und ist mit dem Auto in ca. 30 – 40 Min zu erreichen. Dies ist zwar ein wenig Anfahrtszeit, allerdings bietet der Flugplatz einen geeigneten Ausgangspunkt für Streckenflüge abseits der großen Verkehrsflughäfen, die die Lufträume für uns Segelflieger in unserem Umkreis stark einschränken.
 

Segelfliegen, wie geht das ?

Wenn Sie luftsportlich interessiert sind, wissen Sie natürlich Bescheid. Aber vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die hin und wieder einem Mäusebussard oder einer Gabelweihe zusehen, die sich mühelos ohne einen Flügelschlag durch ständiges Kreisen höher und höher in den Himmel schrauben, bis sie fast nicht mehr zu sehen sind.
 
Dann denken Sie wahrscheinlich: Wie geht das nur, dass der Vogel in die Höhe steigt, ohne mit den Flügeln zu arbeiten? Die Arbeit leistet dabei eine Kraft, die mit dem bloßen Auge nicht zu sehen ist, nämlich aufsteigende Warmluft. Wir Segelflieger nennen diese aufsteigende Warmluft „Thermik“ – in unserem Fachjargon einen „Bart“.
Bild folgt ...

 
Um mit unserem Segelflugzeug Höhe zu gewinnen, wenden wir die gleiche Technik an wie der Mäusebussard und andere „Segel“vögel. Durch ständiges Kreisen versuchen wir in der nach oben steigenden Warmluftblase zu bleiben und uns von ihr hoch tragen zu lassen.
 
Die Leistung eines guten Piloten besteht nun darin, aufgrund seiner Erfahrung und seiner Geschicklichkeit die „Bärte“ zu erkennen und sie so gut wie möglich auszunutzen. Um oben zu bleiben, brauchen wir also aufsteigende Warmluft. Zur Erwärmung der Luft über dem Erdboden muß natürlich Sonneneinstrahlung vorhanden sein, das heisst unser Sport ist ein „Schön-Wetter-Sport“, der in unserem Gebiet nur in den Monaten April bis Oktober ausgeübt werden kann. Reine Ausbildungsflüge sind auch ohne Thermik möglich – und damit sind wir beim Handwerklichen des Segelfliegens: Starten, Geradeausfliegen, Kurvenfliegen, Einteilung der Platzrunde, und schließlich wieder sicher landen – das sind die grundlegenden Fertigkeiten, die jeder Pilot beherrschen muss. Um in die Luft zu kommen, benötigt ein motorloses Segelflugzeug einen Fremdantrieb in Form einer Startwinde, die das Segelflugzeug an einem langen Drahtseil wie ein Drachen in die Luft zieht, oder in Form eines Motorflugzeuges, das den Segler n einem Perlonseil in die gewünschte Höhe schleppt. Bei Ausbildungsflügen, die bis zur Alleinflugreife ausnahmslos im Doppelsitzer durchgeführt werden, ist auf dem hinteren Sitz immer ein Fluglehrer dabei, der den Flugschüler in lehrplanmäßigen Schritten in die Technik des Fliegens einführt und mit ihm so lange alle Abläufe übt, bis er sie beherrscht. Das Flugzeug in eine bestimmte Richtung zu lenken, nach rechts oder links mit der richtigen Schräglage zu kurven, mit Hilfe der Landeklappen den Gleitwinkel zu steuern und schließlich im Landefeld sicher aufzusetzen und auszurollen, das alles gehört zur praktischen Segelflugausbildung. Die Beherrschung dieser Fähigkeiten muss abschließend in einer praktischen Prüfung nachgewiesen werden. In den Wintermonaten erfolgt ergänzend die theoretische Ausbildung, die Vorbereitung für die theoretische Prüfung.
 
Bild folgt ...

Die Segelflugausbildung

Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer (Glider Pilot License - GPL) gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil.
 
Die praktische Segelflug-Ausbildung wird überwiegend im Sommerhalbjahr, die theoretische Ausbildung größtenteils im Winterhalbjahr durchgeführt. Man kann im Winter mit der Theorie oder im Sommer mit der Praxis in die Ausbildung einsteigen. Sie dauert für angehende Segelflugpiloten zwischen einem und maximal vier Jahren (normalerweise zwei Jahre), je nach Wetter, Begabung und persönlichem Engagement. Alle Fluglehrertätigkeiten im Verein sind ehrenamtlich und für die Flugschüler kostenfrei.
 
Das Mindestalter bei Beginn der Segelflug-Ausbildung ist das 14. Lebensjahr, zum Erlangen der Pilotenlizenz (Prüfung) das 16. Lebensjahr. Eine Altershöchstgrenze gibt es nicht, jedoch muss ein gültiges Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 vom Fliegerarzt vor Beginn der Ausbildung vorliegen. Eine Brille muss kein Hindernis sein!
 
Die praktische Segelflugausbildung
 
Bild folgt ...Sie gliedert sich in drei Ausbildungs-abschnitte. Der Flugschüler sitzt vom ersten Start an auf dem Sitz des Piloten (üblicherweise vorne oder links, je nach Flugzeug). Der Fluglehrer sitzt daneben oder dahinter und leitet den Schüler an. Nach ersten Eingewöhnungsstarts übernimmt der Flugschüler selbst die Kontrolle. Der Fluglehrer kann jedoch von seinem Sitz das Flugzeug genauso steuern wie vom Pilotensitz aus.
Die praktische Flugausbildung umfasst mindestens 25 Flugstunden davon 15 Stunden Alleinflug auf verschiedenen Flugzeugmustern in den letzten 4 Jahren vor Ablegung der Prüfung.Bild folgt ...

 
Bild folgt ...Der erste Ausbildungsabschnitt legt die Grundlagen zur Beherrschung des Flugzeuges und das taktisch richtige Verhalten im Luftraum. Vorflugkontrolle, Geradeausflug, Kurvenflug, Starten, Landen und andere wichtige Dinge werden hier vermittelt. Der erste Ausbildungsabschnitt endet mit dem ersten Alleinflug. Dabei bleibt der Fluglehrer am Boden und kann nur noch durch Anweisungen über Funk den Flug beeinflussen. Diese sogenannte A-Prüfung ist für viele Piloten das aufregendste und schönste in ihrem Fliegerleben. Für die Fluglehrer ist es natürlich nicht minder aufregend. Die bestandene A-Prüfung berechtigt noch nicht zur Mitnahme von Fluggästen oder zum eigenverantwortlichen Fliegen.
Bild folgt ...Im zweiten Ausbildungsabschnitt werden die fliegerischen Segelflug-Fertigkeiten weiter verfeinert. Notverfahren, spezielle Start- und Landetechniken, Umschulung auf andere Flugzeugmuster, Thermikfliegen (bei den Segelfliegern) und so weiter werden gelernt und geübt. Dabei ist der Fluglehrer teilweise mit an Bord, teilweise werden die Flüge auch im Alleinflug unternommen. In diesem Ausbildungsabschnitt werden die B- und die C-Prüfung abgelegt.
Bild folgt ...Der dritte Ausbildungsabschnitt dient der Erlangung der Streckenflugreife. Dabei werden Dinge wie Navigation, Flugplanung, Wettereinschätzung und Luftrecht in die Praxis umgesetzt. Auch hier ist der Fluglehrer teilweise mit an Bord. Vor dem ersten Alleinüberlandflug muss die theoretische Prüfung in den unten genannten Fächern erfolgreich abgeschlossen sein. Nach mindestens 2 Überlandflugeinweisungen mit Fluglehrer erfolgt der abschließende Überlandflug über eine Strecke von 50 km im Alleinflug. Die praktische Ausbildung endet mit einer Prüfung vor einem Beauftragten des Regierungspräsidiums. Der Prüfer sitzt auf dem Sitz des Fluglehrers und verschafft sich ein Bild über die praktischen "Flugkünste" des Bewerbers.

 
In der gesamten Segelflugausbildung sind mindestens enthalten:
  • 60 Starts und Landungen, davon 20 Alleinstarts und 20 Alleinlandungen und drei Anflügen aus ungewohnter Position sowie drei auf einem anderen Flugplatz als dem, auf dem die Ausbildung durchgeführt wird
  • die selbständige Vorbereitung und Durchführung eines Fluges über 50 km Strecke als Alleinflug oder in Ausnahmefällen ein 100km Flug mit Fluglehrer
  • mindestens eine Außenlandeübung mit Fluglehrer
  • eine theoretische und praktische Einweisung zur Beherrschung des Segelflugzeugs in besonderen Flugzuständen, sowie in das Verhalten in Notfällen und bei Unfällen

Die theoretische Ausbildung zum Segelflugzeugführer

findet in acht Fächern statt. Sie endet mit einer schriftlichen Prüfung und wird wie die praktische Prüfung von Beauftragten des Regierungspräsidiums abgenommen.
Luftrecht ist das Fach, dass sich mit den verschiedenen Lufträumen, der Haftung, dem Verhalten im Luftraum und den wichtigsten Gesetzten und Regeln für die Flugpraxis beschäftigt. Die Prüfungsdauer in diesem Fach beträgt 45 Minuten.Bild folgt ...
Navigation ist die Lehre der Orts- und Kursbestimmung. Wie kann ich meine Position bestimmen? Wie komme ich von Hier nach Dort? Wieviel Zeit brauche ich für diese Strecke? Dies sind Fragen, die hier ausführlich besprochen und mittels praktischen Beispielaufgaben beantwortet werden. Auch die Flugplanung (Kraftstoff- verbrauch, Start- und Landestrecke) ist ein Thema. Prüfungsdauer: 2 Stunden.Bild folgt ...
Technik heißt das Fach das erklärt, wie ein Flugzeug funktioniert und warum es fliegt. Die verschiedenen Bauweisen, Bezeichnungen am Segelflugzeug (wenn nicht schon vom praktischen Teil bekannt), Schwerpunktbestimmung und Instrumentenkunde sind dann auch Bestandteil der Prüfung, die 45 Minuten dauert.Bild folgt ...
Aerodynamik beschäftigt sich intensiv mit den physikalischen Grundlagen, weshalb Fugzeuge überhaupt fliegen können. Man lernt wie Auftrieb und Widerstand bei Umströmen der Luft um einen Tragflügel entstehen und wie sich das Flugzeug in verschiedenen Situationen verhält.Bild folgt ...
Meteorologie ist die Wetterkunde. Hier werden die theoretischen Grundlagen zur Beurteilung des Flugwetters gelegt. Kalt / Warmfront, Okklusion, Vereisung am Flugzeug, Wetterkarten, Wetterdienste, Wetterinformationsquellen und vieles mehr werden besprochen. Prüfungsdauer in diesem Fach: 45 Minuten.Bild folgt ...
Verhalten in besonderen Fällen ist das fünfte Prüfungsfach. Es wird hier gelernt wie man mit verschiedenen Situationen (Außenlandung, starker Wind usw.) umgeht und wie man sich in Notsituationen verhalten soll. Auch hier beträgt die Prüfungsdauer 45 Minuten.Bild folgt ...
Menschliches Leistungsvermögen beschäftigt sich mit den "Human Factors", zeigt also auf zu welchen körperlichen und geistigen Leistungen ein Mensch fähig ist, aber auch wo seine Grenzen als Pilot eines Segelflugzeugs liegen.Bild folgt ...
Flugfunk ist ein Ausbildungsfach, das in einer schriftlichen und einer mündlichen Ausbildung die Verfahren im Flugfunk und das Verhalten an Verkehrsflughäfen lehrt. Nach Bestehen der schriftlichen (60 Minuten) und der mündlichen (ca. 20 Minuten) Prüfung erhält man ein amtliches Flugfunkzeugnis. 
Nach Bestehen aller Prüfungen erhält man einen Luftfahrerschein für Segelfliegen (GPL). Optional können weitere Berechtigungen (z.B. für Kunstflug, Eigenstart, Lehrberechtigung usw.) durch zusätzliche Ausbildung und Prüfung erworben werden..